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Ärger mit der Polizei

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Wenn Jugendliche erstmals Ärger mit der Polizei bekommen, sind die Eltern geschockt - und oft verunsichert.
Wenn Jugendliche erstmals Ärger mit der Polizei bekommen, sind die Eltern geschockt - und oft verunsichert.
Ärger mit der Polizei - was Eltern dann tun sollten: Steht die Polizei bei den Eltern vor der Tür, weil ein Jugendlicher Mist gebaut hat, ist das keine Katastrophe. Entscheidend sei, ob der Jugendliche die Verantwortung übernimmt und etwas daraus lernt, sagt Erziehungsexperte Ulrich Gerth, Vorsitzender der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth..

Eltern merken spätestens bei Ärger mit der Polizei, dass etwas gründlich schief gelaufen ist. Meist gehen aber schon viele Ermahnungen, Streitgespräche und Strafen voraus. Wenn es dann hart auf hart kommt, fühlen sich Eltern schnell in ihren Befürchtungen bestätigt – und neigen in dieser Situation dazu, ihrem Kind klar machen zu wollen, dass sie die ganze Zeit recht hatten. Gleichzeitig hätten viele den Impuls, den Jugendlichen zu schützen, sagt Diplom-Psychologe Gerth.

Damit der Teenager aus der Situation lernt, sei selbstherrliche Rechthaberei aber ebenso ungeeignet wie zu großer Schutz. Gerth rät, die Situation klar zu benennen, Unterstützungsangebote zu machen - und den Jugendlichen die Konsequenzen seines Tuns tragen zu lassen.

Ohne das „Mistbauen“ wie Ladendiebstahl, Fenster einwerfen oder ähnliches bagatellisieren zu wollen: In der Regel ist dies nicht der Start in eine kriminelle Karriere. Bei einem Interview mit der Main-Post vom 10. Juli 2009 sagte beispielsweise der Schauspieler Axel Prahl („Tatort“) auf die Frage, ob er als Jugendlicher mal geklaut habe: „Ja, klar. Wir haben Kaugummis geklaut an der Kasse, solche Geschichten.Aber das war in meiner Jugend. Das war eben der Kick, die Mutprobe. Kinderspielereien, denen auch schnell Einhalt geboten wurde.“

Siehe auch

Weblinks

  • Website der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)